„Wenn sich die Eltern entspannen, entspannt sich auch das Kind“

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Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Stiftungsvorstand Dr. Josef Sonnleitner, Kinderkrankenschwester Doris Lehner und Musiktherapeut Alexander Traub bei der Spendenübergabe in der Kinderklinik Dritter Orden Passau.

„Wenn sich die Eltern entspannen, entspannt sich auch das Kind“

Stiftung schüttet Spendenbetrag über 4700 Euro für Musiktherapie ausPassau
29.11.2018

Passau. „Derzeit befinden sich sechs Kinder bei mir in der Musiktherapie“, berichtet Musiktherapeut Alexander Traub bei einer Spendenübergabe der Stiftung Kinderlächeln an das noch junge Projekt der Kinderklinik Dritter Orden Passau.

Eine Frühgeburt kann zum Verlust dieser Sinneserfahrungen und zu einer gestörten Bindungsfähigkeit führen. Um Familien in dieser schwierigen Lebensphase zu unterstützen, setzt das Team der Kinderklinik auf die neu in Passau aufgebaute Methode der Musiktherapie – dabei spielt es keine Rolle, ob gesummt, gesungen oder einfach eine Geschichte vorgelesen wird. „Einzig die Stimme zählt“, so der Musiktherapeut. „Ab der 18. Schwangerschaftswoche kann das ungeborene Kind hören und die Geräusche der Umgebung und der Mutter wahrnehmen. Insbesondere vertraute Stimmen sind von immenser Wichtigkeit“, erklärt Traub weiter. So können Summtechniken und Berührung des Kindes tatsächlich Einfluss auf die Atem- und Herzfrequenz von Frühgeborenen nehmen. Damit wirkt sich die Therapie beispielsweise nachweislich positiv auf die Sauerstoffsättigung des Kindes aus, mindert Stressreaktionen beim Frühgeborenen und zugleich die Angst der Mutter. „Wenn sich die Eltern entspannen, entspannt sich auch das Kind – also wenn die Mama bei Rockmusik entspannen kann, dann funktioniert das meist auch bei den kleinen Patienten“, gibt Alexander Traub erste Erfahrungsberichte wieder.

Die Eltern reagieren zunehmend positiv auf das neue Angebot der Kinderklinik Dritter Orden Passau. Die Musiktherapie wird jedoch nicht von öffentlicher Hand getragen, deshalb wird sie über die Stiftung Kinderlächeln finanziert – die nun Spendengelder in Höhe von 4700 Euro zu Gunsten der Therapie ausgeschüttet hat. „Wir freuen uns, dass damit erneut in das Personal, aber auch in neue Instrumente und Technik investiert werden kann“, so Stiftungsvorstand Dr. Josef Sonnleitner.

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